Cauda-equina-Kompressions-Syndrom

Cauda-equina heißt übersetzt "Pferdeschweif" und beschreibt die Auffächerung des Rückenmarks am Ende der Wirbelsäule, also zwischen Lendenwirbeln und Kreuzbein.

Das vorher kompakte Rückenmark teilt sich auf. Die einzelnen Nerven treten durch seitliche Öffnungen (Wirbellöcher) aus und ziehen zur Muskulatur der Hintergliedmaßen (Ischiasnerven), der Rute (Schwanznerven) sowie zu Blase und Enddarm.

Cauda-equina-Kompressions-Syndrom ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen am Übergang der letzten Lendenwirbel zum Kreuzbein. Dieser Bereich ist, verglichen mit dem Rest der Lendenwirbelsäule, sehr beweglich und durch Springen und Rennen sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Kompression bedeutet Druck. Beim Cauda-equina-Kompressions-Syndrom wird also Druck auf den „Pferdeschweif“ ausgeübt. Dieser Druck auf die dort verlaufenden Nerven kann unterschiedliche Ursachen haben.


Ursachen

Die im Cauda-equina-Kompressions-Syndrom auftretenden Veränderungen am Übergang der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein führen zur Einengung des Wirbelkanals und damit zur Beeinträchtigung der Nerven der Cauda equina. Ursächlich kommen Bandscheibenvorfälle, Unfälle, altersbedingte Zubildungen an den Knochen (ArthrosenSpondylosen), Entzündungen oder Tumoren in Frage. Auch angeborene Missbildungen der Wirbelkörper oder Entwicklungsstörungen der Gelenke (OCD beim Deutschen Schäferhund) kommen als Ursache für das Cauda-equina-Kompressions-Syndrom in Frage. All diese Veränderungen führen auf verschiedene Weise zu Druck auf das Rückenmark und dadurch zu Beschwerden für den Hund.

Mittlere bis große Hunderassen sind besonders häufig betroffen, am häufigsten der Deutsche Schäferhund. Die meisten Hunde zeigen ab dem 6. Lebensjahr Beschwerden. Bei angeborenen Missbildungen oder Entwicklungsstörungen treten klinische Symptome jedoch deutlich früher auf. Vor allem kleine Hunderassen sind von diesen angeborenen Syndromen betroffen.


Leitsymptom

Rückenschmerzen


Symptome

Die klinischen Symptome des Cauda-equina-Kompressions-Syndroms entwickeln sich meist sehr langsam. Die ersten Anzeichen für den Besitzer sind meist Schmerzäußerungen beim Springen, Treppensteigen und Aufstehen. Die gesamte Kruppe des Hundes ist bei Druck schmerzempfindlich, vor allem das Hochbiegen der Rute tut sehr weh. Lahmheiten und Lähmungen in Form von Schwäche in den Hinterbeinen und eine leblose Rute (Hammelschwanz) sind weitere Anzeichen für ein Cauda-equina-Kompressions-Syndrom. Jede Bewegung, bei denen die Verbindung der Beine zum Körperstamm belastet wird, wird zu vermeiden versucht. Durch fehlendes Anheben der Hinterbeine beim Laufen werden dadurch die Krallen schräg abgeschliffen. Im fortgeschrittenen Stadium verlieren die Hunde Harn und können den Kot nicht mehr halten.
 




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